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Leben mit Handicaps

Förderverein zur Arbeit mit chronisch kranken und behinderten Menschen e.V.

Aufbau eines Kompetenzzentrums für behinderte und chronisch kranke Eltern in Sachsen

Im April 2008 begann am Institut für Arbeits- und Sozialmedizin, Selbständige Abteilung Sozialmedizin der Universität Leipzig, ein Forschungsprojekt, das sich mit Angeboten der medizinischen und sozialen Versorgung behinderter und chronisch kranker Eltern beschäftigt.

Hintergrund der Studie

Frauen und Männer mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen erfüllen sich heute häufiger ihren Wunsch nach einer eigenen Familie, nach einem Partner und Kindern. Dabei stoßen sie nach wie vor auf zahlreiche Barrieren ideeller, baulicher, materieller oder kommunikativer Art. Vorliegende Publikationen belegen aber auch die vielfältigen Ressourcen, die behinderte und chronisch kranke Eltern mobilisieren können.
Bisher gibt es jedoch kaum belastbare Daten über den Anteil behinderter und chronisch kranker Mütter an allen Müttern bzw. an allen behinderten und chronisch kranken Frauen. Ebenso fehlen Aussagen über die Inanspruchnahme von Schwangerschaftsvorsorge und Geburtsvorbereitungskursen, über Verlauf und mögliche Komplikationen von Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge sowie den Bedarf an medizinischen oder sozialen Betreuungsleistungen. Schließlich muss auch die Datenlage in Bezug auf die Gestaltung des Familienalltags behinderter und chronisch kranker Mütter bzw. Eltern als unzureichend eingeschätzt werden.

Ziel der Studie

Ziel der Studie ist, empirische Daten zu ermitteln, die zuverlässige Aussagen über die Versorgungssituation behinderter und chronisch kranker Mütter bzw. Eltern in Sachsen liefert. Neben der Versorgung während Schwangerschaft und Geburt sollen die individuell erlebten Ressourcen und Probleme bei der Bewältigung des Familienalltags betrachtet werden.
Im Rahmen des laufenden Forschungsprojektes soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Situation, die Ressourcen und den Hilfebedarf behinderter und chronisch kranker Eltern besser kennen zu lernen, um auf dieser Basis Angebote passgenauer zu entwickeln, bestehende Angebote zu vernetzen und professionelle Kräfte auf die Unterstützung behinderter und chronisch kranker Eltern vorzubereiten. Die Forschungsergebnisse sollen die wissenschaftliche Grundlage für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für behinderte und chronisch kranke Eltern in Sachsen bilden.
Das Projekt wird gefördert durch die Roland Ernst Stiftung für Gesundheitswesen.

Schaubild der Beziehungen

Darstellung der Struktur

Datenerhebung

Die Ermittlung der Versorgungssituation behinderter und chronisch kranker Mütter/Eltern erfolgt mit Hilfe leitfadengestützter Interviews mit den Müttern/Eltern und deren nächster Bezugsperson.
Zur Analyse der Angebote sind schriftliche Befragungen von professionellen Ansprechpartnern behinderter und chronisch kranker Mütter/Eltern angedacht sowie Experteninterviews zur Beurteilung der gewonnenen Erkenntnisse.

Ansprechpartnerin

Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin
Selbständige Abteilung Sozialmedizin
Dr. Marion Michel
Philipp-Rosenthal-Str. 55, 04103 Leipzig
Tel.: (0341) 9715425
Fax: (0341) 9715419

Aktuelles

Die Auftaktveranstaltung „Aufbau eines Kompetenzzentrums für behinderte Eltern“ findet am Mittwoch, dem 02. Juli 2008 von 14.00 bis 18.00 Uhr im Festsaal des Neuen Rathauses Leipzig, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig statt.
Wir möchten Sie in einer Auftaktveranstaltung sowohl über dieses Projekt als auch über bereits vorliegende eigene Forschungsergebnisse zur Situation von Eltern mit Behinderungen informieren. Den Rahmen der Veranstaltung möchten wir aber gleichzeitig zur Kontaktaufnahme mit Ihnen und der durch Sie vertretenen Einrichtungen nutzen, um Ihre Angebote für behinderte und chronisch kranke Eltern kennen zu lernen.

Die Auftaktveranstaltung wendet sich insbesondere an:

  • Jugend- und Sozialämter,
  • Mutter-Kind-Einrichtungen,
  • Bildungseinrichtungen,
  • Schwangerschafts- und Erziehungsberatungsstellen,
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderungen,
  • Behindertenverbände und Selbsthilfegruppen,
  • Krankenkassen,
  • Familienzentren,
  • ÄrztInnen und Hebammen,
  • MandatsträgerInnen.

Kooperationspartner

  • Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern e.V.,
  • Liga der Wohlfahrtsverbände in Sachsen,
  • Mutter-Kind-Einrichtungen,
  • Einrichtungen der Behindertenhilfe,
  • Gynäkologen, Pädiater, Hebammen,
  • Befürworter des Projektes,
  • Sächsisches Staatsministerium für Soziales,
  • Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie, Frauen und Jugend im Sächsischen Landtag,
  • Liga der Wohlfahrtsverbände in Sachsen,
  • Landesfrauenrat Sachsen,
  • Medizinische Fakultät der Universität Leipzig.


Projektmitarbeiter

Projektleitung

Dr. Marion Michel (Medizinsoziologin)

Projektmitarbeiterinnen

Anja Jonas (Dipl. Sozialpädagogin/-arbeiterin)
Sabine Wienholz (Soziologin M.A.)
Christiane Döring (Dipl. Sozialpädagogin/-arbeiterin)

Wissenschaftlicher Beirat

Prof. Dr. Monika Häußler-Sczepan (Prorektorin Bildung und Forschung, Hochschule Mittweida FH)
Prof. Dr. Reinhold Schwarz †

Förderverein Leben mit Handicaps e.V.   l   Philipp-Rosenthal-Str. 55   l   04103 Leipzig   l   Telefon: 0341 - 97 15 407