Literatur für Eltern mit Behinderungen
Elternschaft mit Behinderung ist ein vielschichtiges Thema, das in Wissenschaft und Gesellschaft zunehmend Beachtung findet. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine Auswahl an Publikationen vor, die verschiedene Aspekte der begleiteten Elternschaft, Elternassistenz sowie die Lebensrealitäten von Eltern mit Körper-, Sinnesbehinderungen oder Lernschwierigkeiten beleuchten. Die vorgestellten Werke bieten Einblicke in rechtliche Rahmenbedingungen, persönliche Erfahrungen und wissenschaftliche Studien und richten sich sowohl an Fachkräfte als auch an Betroffene selbst. Ziel ist es, die Perspektiven von Eltern mit Behinderungen sichtbar zu machen und den Diskurs um Inklusion und Teilhabe in der Elternschaft zu fördern.
Begleitete Elternschaft und Elternassistenz
In dem vorliegenden Sammelband geht es um Elternschaft von Menschen mit Behinderung in vielfältigen Facetten. Den Einstieg bildet eine Diskussion um Ableism, Hilfsmittelversorgung und rechtliche Ansprüche, in den für Elternschaft relevanten Bereichen. Weitere Beiträge setzen sich mit dem Autonomieempfinden von Eltern mit Lernschwierigkeiten auseinander, sowie dem Hilfesystem der begleiteten Elternschaft. Die Lebenssituation von Müttern mit Körperbehinderung wird mithilfe einer empirischen Studie, sowie durch Beiträge von Expert*innen in eigener Sache beleuchtet. Ziel ist es nicht nur Wissenschaftler*innen und Akteur*innen die Deutungshoheit in dem Diskurs über Elternschaft von Menschen mit Behinderung zu überlassen, sondern Menschen mit Beeinträchtigung gleichberechtigt und partizipativ in diese Prozesse mit einzubinden.
Von: Jessica Lilli Köpcke
Verlag: epubli
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Behinderte Elternschaft und ihre Bewältigung: Perspektiven von Eltern mit Lernschwierigkeiten auf (nicht) professionelle Unterstützungsnetzwerke und allgemeine familienspezifische Angebote
Eltern, denen man eine »geistige Behinderung« zuschreibt, haben zwar eine eindeutige Rechtslage auf ihrer Seite, kämpfen aber nach wie vor mit vielen Barrieren – ihre Elternschaft wird im wahrsten Sinne des Wortes ‚behindert‘. Dabei ist insbesondere eine zentrale Perspektive unterbeleuchtet: die der Eltern selber. Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in ihr Erleben: Was bewegt sie? Wie bewältigen sie ihre zum Teil hoch belastete Lebenssituation? Diese und andere Fragen greift die qualitative Studie auf und leitet daraus Impulse für die Praxis der Sozialen Arbeit ab.
Von: Miriam Düber
Verlag: Beltz Juventa
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Das Buch, von dem du dir wünscht, deine Eltern hätten es gelesen
In ihrem Bestseller erklärt Philippa Perry, worauf es zwischen Eltern und Kindern wirklich ankommt. Die erfahrene Psychotherapeutin verrät, wie wir schmerzliche Erfahrungen aus der eigenen Kindheit nicht weitergeben, sondern heilen. Wenn wir uns bewusst machen, dass unsere eigene Erziehung auch das Verhältnis zu unseren Kindern beeinflusst, können wir aus Fehlern lernen - und sie wiedergutmachen. Wir erfahren, wie wir aus negativen Verhaltensmustern ausbrechen und mit impulsiven Gefühlen umgehen.
Von: Philipa Perry
Verlag: Ullstein
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Wie Eltern mit Körper- oder Sinnesbehinderungen erziehen: Und was die Kinder dazu sagen
Was passiert eigentlich, wenn gehörlose, blinde oder körperlich behinderte Menschen Eltern werden? Können diese Mütter und Väter ihre Kinder normal aufziehen? Können sie es genauso gut wie ihre Elternkollegen ohne Behinderung? Cornelia Klößinger wendet sich direkt an die Kinder: Wie lernt man bei einem Vater im Rollstuhl das Inlinerfahren? Gibt es bei blinden Elternteilen Gute-Nacht-Geschichten? Wie betrachten die erwachsenen Kinder ihr Aufwachsen im Nachhinein?
Von: Dr. Cornelia Klößinger (selbst hörgeschädigt)
Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
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... und ganz, ganz viele Doofe!
Meine allererste Frauenärztin sprach beim Abtasten: "Ach, huch, Ihre Gebärmutter ist ja ganz klein!!" Ach nee! Schau mich doch mal an! Ich bin insgesamt ganz klein! 34 Geschichten über das Leben in Großstädten, Partys bei Landeiern, Besuchen bei der Frauenärztin und den Versuch, mit 140 Zentimetern geballter Lebensgröße einfach ganz „normal“ zu sein (Spoiler: Klappt nicht!). Ninia LaGrande bespielt seit Jahren jede Bühne im Poetry Slam und im Netz, die sie finden kann. Und zwischendurch sitzt sie in der Straßenbahn, twittert und denkt sich Geschichten über all die Menschen aus, die neben, vor oder hinter ihr sitzen. Dieser Kurzgeschichtenband versammelt die besten ihrer Geschichten und Gedichte der letzten zehn Jahre – ein Rundumschlag aus einer anderen Perspektive.
Von: Ninia la Grande (kleinwüchsige Autorin)
Verlag: Blaulicht Verlag
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Blind mit Kind
Hannah Reuter erzählt mit Tiefgang, Humor und Selbstironie davon, was es bedeutet blind zu sein und ein Kind zu haben – in einer Gesellschaft, die stark über Sehen funktioniert. Fremdzuschreibungen, die eine Person auf ihre Blindheit reduzieren, werden so wundernd bemerkt und gleichzeitig freundlich hinterfragt. Ob auf dem Spielplatz, im Straßenverkehr, beim Malen oder Verkleiden, auf Reisen oder Zuhause – in einer unterhaltsamen und sprachgewandten Weise veranschaulichen die Anekdoten dieses Buches die Herausforderungen im (von außen) behinderten Alltag mit Kind. Dieses Buch füllt eine Lücke, es wird dringend gebraucht! Denn die Vorurteile gegenüber blinden Menschen sind so stark, dass sie die Betroffenen einschränken und in der Tat behindern.
Von: Hannah Reuter
Verlag: w_orten&meer (auch als Hörbuch erhältlich)
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